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Muttermilch – der gesunde Schlummertrunk
(Artikel aus Focus online)

Muttermilch gilt als die beste Babynahrung: Sie ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und so genannten Immunglobulinen. Diese körpereigenen Abwehrstoffe machen das Immunsystem des Säuglings fit gegen Infektionskrankheiten. Die Stillkinder sind deutlich weniger anfällig für Mittelohrentzündungen, Bronchitis und Allergien.

Zudem schein es einen Bezug zwischen Flaschennahrung und Übergewicht zu geben. "Babys, die gestillt werden, sind richtige Moppel, nehmen dann aber weniger an Gewicht zu und leiden als Kinder seltener an Übergewicht", sagt Hildegard Przyembel, die für die "Nationale Stillkommission" im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin arbeitet. Darüber hinaus erhalten Säuglinge durch die enge körperliche Nähe eine gesunde Portion Nestwärme, die ihre Beziehung zur Mutter stärkt.

Weniger Brustkrebs und Diabetes bei Müttern

Auch für Frauen hat das Stillen gesundheitliche Vorteile: Ihre Gebärmutter bildet sich nach der Geburt besser zurück. Dadurch verlieren sie im Wochenbett deutlich weniger Blut und – während des Stillens – auch leichter ihr Gewicht, das sie während der Schwangerschaft zugenommen haben.

Jedes Jahr, in dem eine Mutter ein Baby stillt, senkt nach einer Studie der amerikanischen Harvard-Universität zudem das Risiko um 15 Prozent, an Altersdiabetes zu erkranken. Auch Frauen mit einem genetisch erhöhten Risiko für Brustkrebs sind durch das Stillen besser geschützt. Ihre Wahrscheinlichkeit, einen Tumor zu entwickeln, sinkt ab einem Alter von 40 Jahren deutlich, je mehr Schwangerschaften sie erlebt haben. Noch positiver fällt ihre Prognose aus, wenn sie ihre Babys gestillt haben.

Die natürlichste Sache der Welt

Keine Desinfektion von Fläschchen, kein Mischen von Pulver und stets richtig temperierte Milch – wenn ein Baby schreit, weil es Hunger hat, muss alles fix gehen. Stillen gilt in aktuellen Umfragen* unter Frauen als praktisch und als die natürlichste Sache der Welt. Das Baby kann "nach Bedarf" an jedem Ort gefüttert werden, die Milch ist jederzeit in "hygienisch einwandfreier Form" vorhanden. Dazu kommt, dass Stillen günstig ist: "Wer kein Milchpulver kaufen muss, spart rund 85 Euro im Monat", sagt Hildegard Przyembel.

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Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund, und Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
    Lebensmittelsicherheit, München